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Die Augenakupunktur wurde vom dänischen Akupunkturspezialisten John Boel 1996 nach Deutschland gebracht. In einem Fernsehauftritt der Nachmittagssendung von "Pfarrer Fliege" stellte er mehrere Patienten vor, die durch seine Akupunktur enorme Verbesserungen ihrer Maculadegeneration erlangt hatten. Seitdem erlebte auch bei uns die Augenakupunktur einen grossen Boom.

Wie läuft die Augenakupunktur ab?

Das Besondere an der Augenakupunktur ist der zeitliche Ablauf. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, muss zweimal am Tag akupunktiert werden und das, wenn irgend möglich, zwei Wochen lang jeweils Montag bis Freitag.

Insgesamt erstreckt sich die Augenakupunktur also über einen Zeitraum von zehn Tagen mit insgesamt 20 Akupunkturbehandlungen. Das heißt, Sie müssen pro Tag etwa 2 Stunden einplanen: die erste Akupunktursitzung dauert etwa 30 Minuten, danach haben Sie 1 Stunde Pause und dann kommt die zweite Akupunkturbehandlung mit nochmals 30 Minuten.

Wie Sie die Pause verbringen überlasse ich Ihnen. Sie könne entweder etwas trinken gehen, eine Kleinigkeit essen, ein wenig spazieren gehen oder sich in meinem gemütlichen Wartezimmer entspannen.

Die Einhaltung dieses aufwändigen zeitlichen Behandlungsablaufes ist sehr wichtig, denn nur so kann gewährleistet werden, dass der Körper wirklich mit dem Selbstheilungsprozess beginnt und dementsprechend Energie zu den Augen transportiert wird. Natürlich ist es nicht schlimm, wenn mal ein Tag ausfallen muss, aber im Großen und Ganzen sollte man nicht von diesem Schema abweichen.

Nach diesen zwei intensiven Wochen wäre es ideal, wenn man etwa alle vier Wochen einen Auffrischungstag machen würde. Das bedeutet, dass Sie wieder zwei Akupunktursitzungen haben. Diese Auffrischungstage haben sich als sehr sinnvoll erwiesen, weil dadurch die Verbesserungen, die in den zwei Wochen intensiver Akupunktur eingetreten sind, erhalten werden können.

Die meisten Augenerkrankungen verlangen in regelmäßigen Abständen eine Auffrischung der Behandlung, so dass Sie damit rechnen müssen, dass es nicht mit einem Zyklus "erledigt" ist. Gerade bei degenerativen Erkrankungen wie der Makuladegeneration oder angeborenen Augenerkrankungen wie der Retinitis pigmentosa muss wahrscheinlich kontinuierlich weiter behandelt werden. Wenn man jedoch alle vier Wochen diesen einen Auffrischungstag einlegt, reicht meistens eine einwöchige Auffrischungskur zum Erhalt der guten Ergebnisse aus.

Falls die Auffrischungstage nicht möglich sind, dann muss man damit rechnen, nach einem halben Jahr wieder die vollen zwei Wochen mit täglichen Doppelsitzungen zu wiederholen.

Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Es wäre unseriös, konkrete Zahlen oder Erfolgsaussichten zu nennen, da jeder Patient individuell ist und anders reagiert. Generell ist zu sagen, dass die Chancen umso besser sind, je weniger die Erkrankung fortgeschritten ist und je kürzer sie besteht. Bei chronischen, sehr weit fortgeschritten und stark degenerativen Zuständen muss einfach mehr Geduld gehabt werden und man muss sich auf kleinere Fortschritte und einen längeren Behandlungszeitraum einstellen.

Ich möchte keine prozentualen Erfolgsaussichten nennen, aber Sie können sich in der Fachliteratur darüber informieren. So geben Karin Brucker und Hans-Peter Wutta in ihren Ratgeber "Augen-Akupunktur" (ehrenwirthmed Verlag) konkrete Zahlen an, mit welchen Verbesserungen Sie zu rechnen haben.

Wirkt die Akupunktur bei jedem? 

Wir alle reagieren unterschiedlich auf die verschiedensten Behandlungsmethoden. Die Akupunktur ist jedoch ein Verfahren, welches bei den meisten Menschen positive Resultate zeigt. In Bereichen wie der Behandlung von Schmerzen sind diese sogar wissenschaftlich nachgewiesen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass alle naturheilkundlichen Verfahren umso besser wirken, je weniger Medikamente man einnehmen muss. Und natürlich hängt viel auch damit zusammen, wie stark die körpereigenen Selbstheilungskräfte in der Lage sind, die Heilung zu begünstigen. Je gesünder und leistungsfähiger man sich fühlt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Körper zusätzliche Energie für die Augen bereitstellen kann.

Gibt es Nebenwirkungen? 

Bisher habe ich in meiner Praxis noch keine Nebenwirkungen durch die Augen-Akupunktur feststellenkönnen. Im schlimmsten Fall entsteht ein kleiner blauer Fleck um die Einstichstelle, dieser ist aber in der Regel nach ein paar Tagen wieder verschwunden.

Wie bei allen naturheilkundlichen Therapien kann man mit einer leichten Erst-Verschlimmerung der Symptome rechnen, denn nun fängt der Körper intensiv zu arbeiten an, d.h. Sie spüren, dass ich an den Augen etwas tut. Bei den meisten Patienten ist dies mit einem gewissen Druckgefühl, Schwere  oder auch Müdigkeit verbunden. Dies ist aber ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass Energie zu den Augen geleitet wird und der Körper intensiv zu arbeiten beginnt.

Ich empfehle generell an den Tagen der Augenakupunktur keinen extrem anstrengenden Sport zu machen, sondern sich etwas Ruhe und Muse zu gönnen. Es ist wichtig, sich auf die Behandlung einzulassen und dem Körper auch Zeit und Raum zu geben, sich den Augen zu widmen.

Wann sollte die Augenakupunktur nicht durchgeführt werden?

Wenn Sie sehr stark blutverdünnende Medikamente wie zum Beispiel Marcumar einnehmen müssen, dann ist eigentlich von jeder invasiven Therapie, zu der auch die Akupunktur gehört, abzuraten. Eine Alternative wäre dann die Behandlung mittels der Laserakupunktur.

Auch bei sehr kleinen Kindern würde ich von der Akupunktur mit Nadeln abraten. Die Behandlung an sich ist zwar nicht sehr schmerzhaft, kann aber bei ganz kleinen Kindern einfach zu viel und zu intensiv sein. Alternativ kann auch mit der Laserakupunktur behandelt werden oder mit dem "Pflaumenblütenhämmerchen". 

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Pro Akupunktur Behandlung verlange ich € 60.- das bedeutet, dass Sie in den zwei Wochen mit jeweils zwei Behandlungen pro Tag mit € 1200.- rechnen müssen.  Abgerechnet wird nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker.

Wann lohnt sich die Behandlung nicht? 

Einzig bei der Kurzsichtigkeit im Erwachsenenalter würde ich von einer Behandlung abraten. Die Kurzsichtigkeit lässt sich sehr gut bis zum Ende der Pubertät behandeln, danach ist nur noch mit sehr geringen Verbesserungen zu rechnen.

Eben so würde ich bei grauem Star, also dem Katarakt einer Linsenoperation den Vorzug geben. Verbesserungen sind durch die Akupunktur und homöopathische Medikamente zwar zu erreichen, erfordern aber ausgesprochen viel Geduld.

Viel Geduld benötigt man auch bei der Behandlung der juvenilen Makuladegeneration. Diese Form tritt, wie der Name bereits sagt, bei jüngeren Patienten auf. Die Behandlung ist nicht unmöglich, aber schwieriger als bei der altersbedingten Makuladegeneration, bei der man gute Resultate erzielt. Deswegen darf man dabei nur mit kleinen Verbesserungen rechnen, aber auch hier ist das Aufhalten des Fortschreitens der Erkrankung oft möglich.

Die Behandlung des Niederdruck-Glaukoms bringt auch nur vereinzelt Verbesserungen.

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Keine Angst vor den Nadeln!

Ich verwerde sehr feine, exzellent geschliffene Nadeln, so dass Sie nur wenig beim Einstich spüren. Sind die Akupunkturnadeln an den richtigen Punkten gestochen, dann merken Sie während der Behandlung nur ein leichtes Ziehen oder dass die Nadeln ein wenig arbeiten. Dies ist der gewünschte Effekt der Akupunktur. Keinesfalls aber leiden Sie die halbe Stunde während der Behandlung.

Wo kommen die Nadeln hin?

Natürlich werden keine Nadeln in die Augen gesteckt! Ich nadle Punkte an der Stirn, Kopf, Händen, Füssen und Beinen. Die Punkte der 1. und der 2. Akupunktur-Sitzung sind unterschiedlich, so dass möglichst viele Punkte aktiviert werden und somit die Behandlung umfassend wirkt.

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Dr. phil. Dagmar Hemm

Heilpraktikerin

Schützenstrasse 8

80335 München

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Telefon 089-55027700

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